HaushaltssperreBeta

← Sitzung des Schulausschusses (15.12.2017)

Anlage: Protokoll Direktorenkonferenz

Anlage · 15.12.2017 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Anmelden zum Merken

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Bespr echung snieder schr if t (Nr. 6.4.3 ADON)

Besprechungsthemen Weiterentwicklung der Gymnasiallandschaft in der Stadt Nürnberg
Besprechungsdatum 13.11.2017, 10 – 12.30 Uhr Besprechungsort Rathaus, Zi. 203A
Vertretene Dienststelle/Körperschaft/Firma GB 3.BM MB-Dienststelle Dürer-Gymnasium Hans-Sachs-Gymnasium Martin-Behaim-Gymnasium Melanchthon-Gymnasium Neues Gymnasium Pirckheimer-Gymnasium Sigmund-Schuckert-Gymnasium Willstätter-Gymnasium Bertolt-Brecht-Schule Gym. Johannes-Scharrer-Gymnasium Labenwolf-Gymnasium Peter-Vischer-Schule Gym. Sigena-Gymnasium SchA vertreten durch Bürgermeister Herr Dr. Gsell Ministerialbeauftragter Herr Rohde Herr Geißdörfer Herr Büttner Frau Fehn Herr Dr. Lind Herr Fischer Frau Hermann Herr Sittauer Herr Dr. Steuer Herr Dr. Schmidt Frau Sy Frau Franke Frau Bergmann Frau Merkel Herr Hierl, Herr Altmann, Herr Wüst

I. Ergebnis:

  1. Begrüßung durch Amtsleiter Herr Hierl

Betonung der dringenden Relevanz der anstehenden Themen (z.B. Ausbildungsrichtungen), da die Entscheidungen wichtig sind für die weiteren Projekt- und Bauprozesse.

Überlegungen zu anderen Themen (als in der Tagesordnung vorgesehen) sollen an anderer Stelle diskutiert werden.

  1. Präsentation Herr Altmann

Anhand einer Präsentation (siehe Anhang) stellt Herr Altmann die aktuelle Schulentwicklungsplanung im Bereich der Gymnasien vor. Dabei wird klar, dass ein immenser Anstieg der Schülerzahlen durch das Bevölkerungswachstum und die Effekte des G9 im System der Gymnasien in Nürnberg zu erwarten ist. Neben den geplanten Neubauten von BBS und SSG bestehen allerdings nur begrenzte Möglichkeiten zum Ausbau der Bestandsschulen: nur am MBG und NGN sind auf den vorhandenen Grundstücken überhaupt Um- und Neubauten realisierbar. Darüber hinaus wird die Stadt Nürnberg zwei zusätzliche sechszügige Gymnasien bauen.

Problem: die Raumprogramme im Rahmen des G9 sind noch nicht von der Staatsregierung genehmigt, deshalb sind derzeit keine Genehmigungen von Raumprogrammen und Förderungen durch die Regierung von Mittelfranken erhältlich; Herr Rohde referiert, dass derzeit keine Beschleunigung von Verfahren möglich ist; 2018 werden wohl die entsprechenden Richtlinien fixiert.

Der Stadtratsbeschluss bez. einer „Schülerobergrenze“ für die städtischen Schulen (Gymn. + RS) hat (grundsätzlich) zur Folge, dass die staatlichen Gymnasien die Mehrungen bzw. Überhänge aufnehmen müssen. U. U. wird davon bereits das Aufnahmeprozedere 2018 tangiert (möglicherweise ist eine „Verteilungskonferenz“ wie im Realschulbereich notwendig/sinnvoll; dies ist durch die unterschiedlichen Ausbildungsrichtungen jedoch schwierig). Das KM hat signalisiert, dass der § 17 BaySchFG nicht verändert wird, d.h. es gibt keine höhere Förderung der Personalkosten kommunaler Schulen => keine Änderung der Obergrenzen des Stadtratsbeschlusses.

Weitere Detailpunkte:

Der Altbau BBS wird für den Interim MBG ertüchtigt und instandgehalten. Das Schulzentrum Südwest wird intern weitergeplant, aus städtischer Sicht sind durch staatliche Hindernisse (Ausschreibung, Genehmigung) drei Jahre verloren gegangen. Neubau Tiefes Feld müsste jetzt in die Beantragung gehen, auch das Raumprogramm für den Neubau MBG => Diskussionen um Ausbildungsrichtungen sind deshalb jetzt wichtig, um die Planungen seitens der Stadt weiter betreiben zu können. Es wird die Idee diskutiert, die Schaffung eines neuen G9-Gymnasiums schon vorab in anderen Gebäuden (z.B. BBS-Altbau) zu vollziehen; nach Fertigstellung des Neubaus dann Umzug in das neue Gebäude. Herr Rohde betont, dass die Situation stadtweit zu betrachten sei; zum Wohle der Schülerinnen und Schüler müsse eine stadtübergreifende Lösung gefunden werden.

Empfehlung von Herrn Rohde für Nürnberg aufgrund der Anteile am bisherigen Schüleraufkommen (% in Klammern): Vorrangig Ausbildungsrichtung im MINT-Bereich (ca. 46/47%); dann Sprachlicher Bereich (ca.26%); weiter WSG-W/S (bislang ca. 16%; Wachstum wird erwartet aufgrund der Anforderungen der Wirtschaft, des neuen Stellenwertes von beruflicher Orientierung im Lehrplan und dualem Studium); evtl. Bedarf an einem musischen Zweig (ca.6/7% leicht ansteigend); wohl kein Bedarf im Bereich des humanistischen Gymn. (ca. 5 %);

Was die bestehenden Schulprofile betrifft, so gibt es derzeit aufgrund des kultusministeriellen „Moratoriums“ derzeit noch keine wie auch immer geartete Veränderungen/Entwicklungen. Allerdings ist bei Erweiterungen die Diskussion mit dem KuMi zu suchen. Herr Dr. Gsell fragt daher explizit die Vorstellungen der Schulen zur Veränderung ab: Speziell das MG verneint irgendwelche Bereitschaft zur Veränderung des rein humanistischen Angebots. Auch das WG verneint eine Ausrichtung auf ein reines MINT-Gymnasium. Lediglich am NGN gibt es Bereitschaft zur Diskussion über einen musischen Zweig. (s.u.) => Konsens in der DiKo: es werden an den Bestandsschulen keine Veränderungen angestrebt!

Mögliche Profilerweiterung am NGN: Von der Schule/Schulfamilie wird ein musischer Zweig gewünscht – aber: hilft wohl nur sehr bedingt in der Deckung des MINT-Bedarfes in Nürnberg.

Aus den 7% Anteil werden bei den künftigen Schülerzahlen wohl stadtweit ein weiterer Zug musisches Gymnasium generiert. Das kann am LG durch den städt. Budgetierungsbeschluss nicht beschult werden => Die Nachfrage nach einem zusätzlichen musischen Zweig in Nürnberg neben dem Labenwolf-Gymn. könnte durchaus vorhanden sein. Obgleich das Moratorium eine sofortige Einführung verbietet, wird die Stadt Nürnberg in diese Richtung planen. Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass für die Gesamtabdeckung der Schülerzahlen an MBG und NGN zusammen mind. 11 wohl meist sogar 12 Züge beschult werden müssen. Wenn das NGN nur 4 Züge pro Jahrgang erreichen sollte, muss es weitere (externe) Kapazitäten aufnehmen. Konkret wird die Entscheidung pro musischer Zweig bedeuten, dass die Planung des „Hausmeisterbaus“ am NGN als mögliche Dependance des MBG möglich wird, d.h. dort keine zentralen Bereiche des NGN, sondern Unterrichtsräume.

Herr Rohde weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Diskussion heute nicht bindend sei, da die Entscheidung für die Einleitung von Veränderungen immer bei den Schulgremien liege und erst dann Sachaufwandsträger und Staat über die Fragen entscheiden können.

Frau Fehn thematisiert ein mögliches „Desinteresse“ auf Schüler-/Elternseite während der Umbauphase des MBG. => Dadurch wohl Erhöhung des Drucks im MINT-Bereich, der aufgefangen werden muss. => rechtssichere Verteilung notwendig (z.B. kein „Windhundverfahren“!).

Aus diesen Festlegungen für die Bestandsgymnasien folgt die Konsequenz für den Neubau „Tiefes Feld“ mit NTG und SG und für das zusätzliche G9-Gymnasium mit NTG + WSG/W (aber: räumliche Nähe zu anderen WSG/W-Gymnasien auch im Umland ist bei der Standortentscheidung zu beachten).

Gesamtvorgehen:

gegenteilige anderweitige Entscheidungen,

Für die Planung der „akuten“ Mengenprobleme: Detailbetrachtung für HSG, PG und WG und evtl. gelenkte Verteilung (Stadt Nürnberg und Herr Rohde) hin zu MBG mit Szenario Übergabe an neues G9-Gymnasium.

Diskussion Ganztag: Entwicklung ist aktuell sehr schwer abzuschätzen, es gibt viele Einflussfaktoren; aber: keine Erhöhung der Lehrkräftebudgets seitens KM in Sicht!

  1. Sonstiges Im Zusammenhang mit dem „Thesenpapier“ der staatlichen Schulleitungen wird festgehalten: Die Kommunikationsstruktur bzw. -kultur wird auf städtischer Seite einer kritischen Betrachtung unterzogen – vor allem im Hinblick auf Transparenz, Informationswege und Zuständigkeiten. Gleichzeitig wird seitens der SL eine genauere Sichtung der städtischen Informations- und Einladungsschreiben zugesichert.

II. Je an: Vertretene Dienststelle/Körperschaft/Firma

Nürnberg, 20.08.2018

(81 76)

Anlagen

Ausbildungsrichtungen an Gymnasien in Nürnberg/Herr Rohde Gymnasialentwicklung in Nürnberg/Herr Dr. Gsell, Herr Altmann

Download ↓