Niederschrift der 65. Sitzung des Beirats „Bildende Kunst“
vom 22.01.2015
Top 1: Nelson-Mandela-Platz
Zur Sitzung des Beirats wurde das Landschaftsplanungsbüro Schmitt eingeladen, das den Zuschlag zur Realisierung der Umgestaltung des Platzes erhalten hat.
Bei der Vorstellung des Entwurfs durch Herrn Krajpowicz wurden folgende Aspekte in den Vordergrund gerückt:
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Zentrum bildet der mit Sitzstufen tiefer gelegte Grünbereich
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Der Platz ist zwangsläufig durch einen hohen Verkehrsflächenanteil umgeben
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Der Grünraumcharakter soll daher durch Bäume auf den befestigten Flächen
verstärkt werden
- Versiegelte Flächen werden ausschließlich mit Naturstein Gelber Granit 20 x 20
belegt
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Fahrradparkhaus und dezentrale Abstellflächen bieten Platz für 400 – 500 Fahrräder
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Der Platz ist als eine Fläche zu verstehen, die durch lediglich 8 bzw. 3cm hohe
Bordsteinkanten gegliedert wird
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Die Straße „Hinter dem Bahnhof“ wird weiterhin als Einbahnstraße geführt
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Es wird ein 2 Meter breiter Fahrradweg erstellt, der beidseitig befahren wird
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Drei Fußgängerquerungen werden bewusst nicht als Zebrastreifen angelegt
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Der Celtisplatz und der Nelson-Mandela-Platz werden als Fortführung des grünen
Bandes Südstadtpark gesehen.
Der Beirat Bildende Kunst wurde gebeten, eine Stellungnahme zu der Frage abzugeben, wie damit umgegangen werden soll, dass auf dem Platz drei Kunstwerke aufgestellt werden sollen.
Zum einen handelt es sich um einen Brunnen, der vor 8 Jahren bei einer Bürgerbeteiligung als Wunsch genannt wurde. Der Brunnen besteht im Entwurf aus 16 Fontänen, die im Boden eingelassen sind. Entwässerungs- und Schlitzrinnen sind im Platz eingelassen, bilden aber keine Barriere. Der aktuelle Vorstand des Bürgervereins ist gegen eine Brunnenanlage.
Als wichtigstes Element wird ein Kunstwerk Aufstellung finden, das Nelson Mandela und den Menschenrechten gewidmet ist. Der Kulturausschuss der Stadt Nürnberg hat im Juni 2014 hierzu einem vom Beirat Bildende Kunst initiierten Wettbewerb zugestimmt.
Weiterer Bestandteil auf dem Nelson-Mandela-Platz soll eine Gedenktafel sein, die an die von einem Gleis des heutigen Nelson-Mandela-Platzes zwangsdeportiert Juden erinnert.
Ende Januar soll die Umsetzung der Entwurfsplanung des Nelson-Mandela-Platzes im Stadtplanungsausschuss beschlossen werden. Die Bauarbeiten sollen 2016 beginnen.
Der Standort des Pavillons wurde kontrovers diskutiert. Es kristallisiert sich aber eine Mehrheit für den im Entwurf vorgeschlagenen Standort heraus.
In die weiteren Planungen zur Kunst bittet Stpl darum, das Landschaftsplanungsbüro stärker einzubinden.
Der Beirat bittet die Verwaltung prüfen zu lassen, ob bei der Wahl des Platzes für Nelson- Mandela schon in den 80er Jahren eine Verknüpfung zwischen der Judendeportation und dem Kämpfer gegen die Apartheid gesehen wurde.
Der BBK neigt zu der Haltung, zwei Wettbewerbe zu den Themen Nelson Mandela und Deportation auszuschreiben. Angeregt wird zudem, Mittel aus dem Etat für die Brunnenanlage auf die beiden Kunstwerke zu verlagern. Die Wettbewerbe sollen zügig, vorrangig jedoch der zum Kunstwerk zu Nelson Mandela, ausgelobt werden. Beide Wettbewerbe sollen dabei eine größtmögliche künstlerische Offenheit gewährleisten. Die Brunnenfläche soll dabei für die künstlerische Bearbeitung offen stehen. Im Rahmen des beschlossenen Kunstwettbewerbs soll nun auch eine Lösung mit Wasser ermöglicht werden.
Die Geschäftsführung des Beirats wird den Wettbewerb rechtzeitig ausschreiben, um eine Einbindung der Kunstschaffenden in die weiteren Planungsschritte zu gewährleisten.
Nürnberg, 23.01.2015