HaushaltssperreBeta

← Sitzung des Kulturausschusses (05.03.2004)

Niederschrift öffentlich

Ergebnisprotokoll / Niederschrift · 05.03.2004 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Südstadt Langwasser Kerstin Böhm Kulturausschuss Haushalt & Finanzen Soziales & Gesundheit Kultur, Sport & Freizeit

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Niederschrift

über die 11. Sitzung des Kulturausschusses

am Freitag, den 05. März 2004, um 9.00 Uhr

im Großen Sitzungssaal,

Fünferplatz 2

Anwesend: siehe Beilage 1

Vorsitzender: i.V. Frau Stadträtin Bungartz

Referentin: Berufsm. Stadträtin Prof. Dr. Lehner

Mitglieder: Stadtrat Ulrich

Stadträtin Böhm Stadträtin Bungartz Stadträtin Hölldobler-Schäfer Stadtrat Dr. Helmbrecht (i. V. Herr StR Brehm) Stadträtin Regitz Stadtrat Agathagelidis Stadtrat Fischer (bis 10.55 Uhr anwesend) Stadträtin Dr. Prölß-Kammerer Stadtrat Würffel Stadträtin Zadek Stadträtin Zerweck Stadtrat Wolff

Sonstige Sitzungs- Herr Trautenbach / Referat VIII

teilnehmer: Herr Dr. Strobel / Referat VIII

Herr Frühwirth / MSH Herr Dr. Glaser / KuF Herr Dr. Sonnenberger / KuM Frau Bierer / KuM Frau Seifermann / KuH Frau Dr. Fischer-Pache / Av Frau Homrighausen / StB

Beginn der Sitzung: 9.02 Uhr

Ende der Sitzung: 11.52 Uhr

Schriftführung: Frau Niedermeier

Zur Debatte steht beiliegende Tagesordnung (siehe Beilage 1).

- Öffentlicher Teil -

Frau Stadträtin Bungartz eröffnet die 11. Sitzung des Kulturausschusses. Die Einladung erfolgte ordnungsgemäß und fristgemäß. Die Beschlussfähigkeit des Ausschusses ist gegeben. Sie begrüßt die Stadträtinnen und Stadträte, die Vertreter der Presse, die Verwaltung und die anwesenden Zuhörerrinnen und Zuhörer.

Bittet um Zustimmung, dass TOP 10, Jahreskontrakt 2004 der museen der stadt nürnberg vorgezogen und nach TOP 4 behandelt wird (einstimmig).

TOP 1

Jahreskontrakt 2004 des Kulturreferats

hier: Rückblick auf das vergangene Jahr bzw. Planungen 2004

Prof. Dr. Lehner (01:08) Der Sparbeitrag für 2003 wurde eingebracht. Trotz Kürzung des Budgets, wurden mit Hilfe von Sponsoren-Gewinnung die Veranstaltungen im Jahr 2003 erfolgreich abgeschlossen. Für 2004 ist dies jedoch noch nicht gesichert. Für die Veranstaltungen 2004 wurde der Themenkreis erweitert u. a. Dokumentationszentrum, Kulturprogramm für die WM 2006. Für den Schwerpunkt 2004, „Kulturmarketing“ wurden Sponsoren gefunden, die bei der Verbreitung des Angebotes helfen. Die Sparvorschläge 2004 für die Haushaltskonsolidierung wurden eingebracht. Verweist auf die Vorlage.

StR Bungartz (04:48) Es ist gut, dass Jahreskontrakte vorgelegt werden, da man immer auch auf ältere Berichte zugreifen kann. Bittet Ref. VIII darum, dass falls es zu Verschiebungen bzw. Wegfall von geplanten Ausstellungen aufgrund der Haushaltskonsolidierung kommt, in den nächsten Kulturausschüssen darüber zu berichten. Ein großer Schwerpunkt soll bei Albrecht-Dürer liegen. Ist der Meinung, dass wegen der Sparmaßnahmen, Bauvorhaben z. B. Z-Bau, Südstadt die nächsten Jahre nicht realisiert werden können. Dennoch war das Jahr 2003 erfolgreich.

StR Würffel (08:17) Es gibt Aufgaben die neu angeschoben werden müssen. 1. Problematik Reichsparteitagsgelände. 2. die Herausforderung WM 2006, die bereits planerisch und inhaltlich angegangen wurde. Weitere Projekte wie Albrecht-Dürer-Weg sollen im Juli 2004 realisiert werden. Dafür sind jedoch keine städtischen Finanzierungsmittel vorgesehen. Auch auf politischer Ebene müssen Sparvorschläge eingebracht werden. Ein Vorschlag wäre z. B. ein 2-jähriger Turnus von verschiedenen Veranstaltungen (Blaue Nacht, Stadtverführungen). Sparansätze werden evtl. auch beim Großraumprojekt angesetzt, da die Resonanz nicht die Wünsche erfüllt hat. Da Erlangen keine Finanzmittel für das Großraumprojekt zur Verfügung stellt, wird es für die restlichen 3 Teilnehmer-Städte schwer, das Finanzloch zu füllen. Bittet Ref. VIII den Kulturausschuss auf dem Laufenden zu halten. Wichtig auch die Neuorganisation von KuF. Ziel soll es jedoch nicht sein, dass Einsparvorschläge nur durch Schließungen erreicht werden sollen. Die Sanierung vom Schauspielhaus steht an erster Stelle, die Finanzierung ist hierfür noch nicht geklärt. Es ist nicht klar, wie der Sparbeitrag bei der Meistersingerhalle durch den Stopp von Bausanierungsmaßnahmen realisiert werden soll, da die Sanierung dringend erforderlich sind.

StR Wolff (16:44) Warum ist die Zusammenarbeit bei der Blaue Nacht und Internationaler Museumstag, bei den städtischen Museen frühestens im Jahr 2005 möglich? Aufgrund der geringen Besucherzahlen sollte die vorhanden Synergien genutzt werden. Das Projekt „Südstadtforum“ ist eines der wichtigsten Projekte, welches in Angriff genommen werden soll. Bei Veranstaltungen mit Dürer sollte auch darauf geachtet werden, dass man auch mal andere Künstler nennt.

StR Ulrich (24:26) Es ist bedauernswert, dass es keine Atelierförderung mehr gibt. Prinzipiell spricht nichts gegen eine Erhöhung der Seniorenkulturkarte, jedoch sollten Besitzer eines Nürnberg-Passes im Gegenzug dazu, unentgeltlichen Eintritt erhalten. Schließungen im Bereich KuF sind überhaupt nicht denkbar. Es soll eine stärkerer Bindung zwischen Sozial- und Kulturreferat angestrebt werden. Der Z-Bau ist ein wichtiges Vorhaben. Es fehlen aber die finanziellen Mittel.

StR Bungartz (29:18) Stellt fest, dass die Rede-Beiträge weit über den Jahrskontrakt 2004 des Kulturreferats hinausgehen.

Prof. Dr. Lehner (29:30) Dass wir den Stadtrat überzeugt haben, dass wir das Südstadtforum wollen und brauchen, dürfen wir hoch einschätzen. Sobald der Haushalt genehmigt ist, wird das Liegenschaftsamt aktiv werden. Betreffend den Z-Bau führt Herr OBM und auch Ref. VIII Verhandlungen. Selbstverständlich sollen auch andere Künstler (außer Dürer) genannt werden bzw. sollen nicht vergessen werden. Jedoch liegt die große Resonanz, gerade bei Dürer. Es befindet sich ein Ludwig-Feuerbach-Gedenken-Philosophenweg in Planung. Die Frage von Herrn StR Wolff betreffend den Museumstag wird Herr Dr. Sonnenberger beantworten.

StR Würffel (31:59) Bringt das Beispiel: Bei der Überprüfung für einen Zuschuss zur Internationalen Orgelwoche wurde ein Beschluss gefasst, der lautete: wir haben 51.200 € bereitgestellt aber mit der Bedingung, dass 50.000 € einzuziehen sind wenn bei einer durch die Stadt geförderten Einrichtung weitere Finanzmittel von dritter Stelle für die Einrichtung bereitgestellt werden. Die Sparkasse hat 50.000 € bereitgestellt. Dementsprechend wurde vom Kämmerer kein städtischer Zuschuss gewährt, sondern nur eine Auszahlung i. H. von 1.200 € veranlasst. Dies war eine beträchtliche Einnahmeminderung. Es muss zukünftig darauf geachtet werden, welche Sponsoren man gewinnt.

Prof. Dr. Lehner (34:03) Stimmt zu, dass dies ein großes Problem darstellt auf Sponsoren mehrmals zuzugehen.

StR’in Bungartz (34:45) Der Jahreskontrakt 2004 des Kulturreferats wird einstimmig beschlossen.

TOP 2

Kultur in der Stadt

Zuschüsse – Vergabeempfehlungen

Prof. Dr. Lehner (35:07) Bittet um Zustimmung zu dem Beschlussvorschlag.

StR’in Bungartz (35:18) Der Tagesordnungspunkt wird einstimmig beschlossen.

TOP 3

Fonds für Initiativgruppen im Kulturbereich

Mittevergabe 2004

Prof. Dr. Lehner (35:28) Verweist auf die Vorlage und bittet um Zustimmung zu dem Beschlussvorschlag.

StR’n Bungartz (35:33) Der Tagesordnungspunkt wird einstimmig beschlossen.

TOP 4

Änderung der Satzung über die Gebühren für die städtischen Sehenswürdigkeiten und

Ausstellungen

(Sehenswürdigkeiten GebS – SeGebS)

hier: Gebührenerhöhung bei der Senioren-Kulturkarte sowie bei den Museen der Stadt Nürnberg

Prof. Dr. Lehner (36:00) Verweist auf die Vorlage. Die Gebührenerhöhung war im Rahmen der Haushaltskonsolidierung ein ausdrücklicher Wunsch. Fragen dazu werden von Herrn Dr. Sonnenberger beantwortet.

Herr Dr. Sonnenberger (36:18) Herr Dr. Sonnenberger übergibt das Wort an Frau Bierer, stellvertretende Dienststellenleiterin.

StR’in Bungartz (36:40) Da die Vorlage sehr detailliert ausgearbeitet ist, wurde nach kurzer Abstimmung entschieden, dass eine Erläuterung des Tagesordnungspunktes nicht nötig sei. Das Gutachten wurde einstimmig begutachtet.

TOP 10

Jahreskontrakt 2004 der museen der stadt nürnberg

hier: Rückblick auf das vergangene Jahr bzw. Planungen 2004

Herr Dr. Sonnenberger (37:42) Verweist auf die Vorlage. Da die Besucherzahlen im Eröffnungsjahr nicht vergleichbar sind mit darauf folgenden Jahren, ist es normal, dass diese sinken. Auch fehlt im DokuZ der Raum für Wechselausstellungen oder größere Veranstaltungen. Das Spielzeugmuseum ist das „Sorgenkind“. Es wird an verschiedenen Aktionen gearbeitet, genaues kann jedoch noch nicht bekannt gegeben werden. Die Museen haben Versuche mit anderen Museumskollegen unternommen um die Blaue Nacht und den Internationalen Museumstag zu verzahnen, d. h. eine gemeinsame Eintrittskarte anzubieten. Das Projektbüro war davon jedoch nicht zu überzeugen. Werbung für den Museumstag wird im Prospekt angeboten. Aufgrund der finanziellen Situation ist es den Museen nicht möglich, freien Eintritt zu gewähren. Es wird ermäßigter Eintritt am Museumstag gewährt.

StR’in Regitz (42:49) Verweist darauf, dass alle kulturellen Einrichtungen sparen müssen. Es ist schade, dass die „Fränkische Galerie“ und die geplante Ausstellung „Spuren und Fragmente“ im Stadtmuseum Fembohaus momentan aufgrund der finanziellen Lage der Stadt nicht realisierbar sind. Die CSU spricht sich sehr für den bald stattfindenden Dürer-Weg aus. Die geplante Lehrerveranstaltung im Albrecht-Dürer-Haus ist sehr gut, da so die Schulklassen wieder zurück ins Museum geführt werden. Es ist sehr erfreulich, dass die Landesausstellung 2006 in Nürnberg stattfindet, da dies ein großer Anziehungsmagnet sein wird.

StR’in Bungartz (47:20) Bittet Herrn Sonnenberger noch etwas zu der Landesausstellung zu sagen.

StR’in Zerweck (47:42) Dankt für den Bericht. Es ist sicher der richtige Weg, die Besucherzahlen im Spielzeugmuseum durch Sonderaktionen anzuheben, da das momentane Angebot sehr langweilig ist. Erweiterung des DokuZ wäre für alle sehr wünschenswert. Dabei handelt es sich jedoch um eine Gemeinschaftsaufgabe von Stadt, Land und Bund. Die sinkenden Besucherzahlen waren zu erwarten und stellen dementsprechend kein Problem. Durch die Landesausstellung 2006 wird das Museum Industriekultur an Bekanntheitsgrad gewinnen.

StR Wolff (49:59) Die Besucherzahlen der Museen sind in Ordnung. Ein jährlicher Anstieg ist nicht realistisch. Die Kosten für das DokuZ und das Reichsparteitagsgelände können nicht allein von der Stadt getragen werden. Was bedeutet kleines aber feines Ausstellungsprogramm? Größere Ausstellungen können nur noch mit Sponsoren realisiert werden. Von den Sparmaßnahmen sind nicht nur die städtischen Museen sondern alle Museen (auch staatliche) betroffen sind.

Herr Dr. Sonnenberger (53:18) Das Spielzeugmuseum ist trotz der zurückgehender Besucherzahlen, eines der größten und besucherstärksten (mit jährlich 100.000) in Deutschland ist. Für die Landesausstellung 2006 wurde ein Partner gewonnen, welcher einen Ausstellungsetat von 1.600.000 € mitbringt. Die Ausstellung soll fundiert aber gleichzeitig auch unterhaltsam (Theatereinlagen) werden. Sie wird 7. Monate dauern und ist auch mit einem gastronomischen Programm verbunden. Die Theateraufführungen im Tucherschloss weisen sehr gute Resonanz auf. Daran soll im Albrecht-Dürer-Haus angeknüpft werden. Es wurde bereits ein neues Theater-Stück geschrieben, welches im Sommer Premiere feiert.

StR’in Bungartz (58:41) Der Jahreskontrakt 2004 der museen der stadt nürnberg wird einstimmig beschlossen.

TOP 5

Städtischer Finanzierungsanteil für die Freien Theatergruppen

„Wort“ und „Tanz“ in Nürnberg

Prof. Dr. Lehner (59:28) Verweist auf die Vorlage und der bitte um Zustimmung des Beschlussvorschlags.

StR’in Bungartz (59:40) Der Tagesordnungspunkt wird einstimmig beschlossen.

TOP 6

Gemeinschaftshaus Langwasser

hier: neue Mietpreistarife

StR’in Bungartz (59:56) Der Tagesordnungspunkt wird einstimmig beschlossen.

TOP 7

Jahreskontrakt 2004 des Amtes für Kultur und Freizeit

hier: Rückblick auf das vergangene Jahr bzw. Planungen 2004

Herr Dr. Glaser (1:00:13) Bis zum Jahr 2007 werden 25 % weniger Ausstellungen stattfinden. Bei der Tafelhalle müssen verschiedene Sanierungsmaßnahmen eingeleitet werden, wie z. B. die Toiletten (auch wegen der Landesausstellung 2006). Jazz-Ost-West muss aufgrund der finanziellen Situation im Jahr 2004 ausgesetzt werden. Thema Kinderkultur wird im Kulturausschuss am 02.04.2004 separat behandelt. Die konzentrierte Arbeit liegt momentan bei dem Projekt „Südstadtforum“. Dies wird genauer vom BZ und von der StB ausgeführt. Die Überlegung soll zukünftig nicht mehr sein, was bieten wir an, sondern wem bieten wir was an.

StR’in Bungartz (1:11:03) Betreffend der Plafondirrung von vielen Kulturdienststellen sind wir gut gefahren. Dies lässt sich sicher nicht auf die ganze Stadtverwaltung übertragen.

StR’in Böhm (1:11:28) Dankt für den Bericht. Trotz 5 %-Reduzierung des Plafonds ist es KuF gelungen, den Kulturkontakt um 12 % zu steigern. Sämtliche Ziele von KuF wurden erreicht. Auch konnten alle Einrichtungen erhalten werden. Wichtig ist auch, dass der Kostendeckungsgrad auf 38,4 % gesteigert werden konnte. Schade, dass Moving Cultures leider nicht den Erfolg brachte, der erhofft wurde (Publikumsresonanz). Verbesserung können bei einer Neuauflage sicher erreicht werden. Bittet um unterstützende Hilfe, da sie es sehr bedauernswert findet, dass Jazz-Ost-West ausgesetzt werden muss. Viele Kooperationsprojekte vor allem auch betreffend der Tafelhalle sind gefährdet. KuF soll sich jedoch auf die Kernpunkte beschränken und auf Schwerpunkte setzen. z. B. Integration: KuF ist hier Federführend. Kinderkultur: Was muss man unter dem Motto: Kurze Beine kurze Wege? Tafelhalle: hier besteht dringend Modernisierungsbedarf.

StR’in Zadek (1:15:16) Das Arbeitsergebnis 2003 ist überwiegend als positiv zu bewerten. Lobt die Arbeit des Filmhauses, wie z. B. die Arbeit mit dem Menschenrechtsfilmpreis. Die Kulturinformation arbeitet hervorragend. Es ist schade, dass Moving Cultures nicht gut angenommen wurde, dennoch wäre es gut, wenn das Projekt weiterlaufen würde. Positive Resonanz bestand beim Figurentheater in der Tafelhalle. Findet es auch schade, dass Jazz-Ost-West aussetzen muss. Es wurde ein positiver Sparbeitrag im Jahr 2003 i. H. von 107.000 € erarbeitet. Dies hat jedoch etwas mit den Abrechnungsproblemen beim Künstlerhaus und Kunsthaus zu tun. Dieser Fehler wurde bereits letztes Jahr entdeckt und es wird darum gebeten, eine saubere Regelung bei den Abrechnungskosten zu finden. Woran hakt es, bzw. warum hat dies diesmal wieder nicht funktioniert?

Die positiven Ergebnisse nützen nichts, wenn dieses nur von einem zum anderen Amt geschoben wird.Stimmt dem Jahreskontrakt zu.

StR Wolff (1:20:25) Die gemeinsame Entscheidung das Filmhaus aus dem Cinecitta herauszunehmen und im Künstlerhaus anzulegen, hatte sehr großen Erfolg (gestiegene Besucherzahlen). Spricht sich gegen die Schließung bzw. Privatisierungen von Einrichtungen aufgrund des Sparzwangs aus (Vorstellbar wäre evtl. eine organisatorische Zusammenlegung), da alle Einrichtungen miteinander verbunden sind. Dadurch gäbe es keine Identifikationsmöglichkeiten in den verschieden Stadtteilen mehr. Die Öffentlichkeitsarbeit und Marketing werden von KuF sehr gut betrieben (z. B. die Verringerung von Werbungskosten und Publikationen, die inzwischen auf wichtigsten Publikationen beschränkt wurden). Wo soll das Kamingespräch stattfinden? 25 Jahre Soziokultur ist eine wichtige Veranstaltung. Wie soll diese bekannt gemacht werden?

StR Ulrich (1:28:06) Die Öffnungszeiten des Kopfbaus müssen geändert werden. Im Jazz-Bereich muss versucht werden, dass zusammen mit Privaten mehr koordiniert wird. Die Privatisierung von Einrichtungen ist kein Kostendecker. Jedoch sollen Verbesserungsvorschläge von Privatpersonen nicht immer gleich abgewandt werden. Dankt für den Bericht.

Herr Dr. Glaser (1:33:03) Dankt für die Anregungen. Kinderkultur ist ein Gemeinschaftsprojekt von BZ, KpZ, Jugendamt und KuF. Vorhandene Angebote sollen bekannt gemacht und neue erstellt werden. Auch eine Zusammenarbeit mit Schulen und Bildungszentren soll erreicht werden. Das Thema wird jedoch ausführlich im Kulturausschuss am 02.04.2004 behandelt.

Zum Bundeskongress Soziokultur bei dem die Bundesvereinigung federführend ist, kann berichtet werden, dass Politik, Wirtschaft usw. einfließen sollen. Dies entscheidet jedoch die Bundesvereinigung. Das Künstlerhaus wird der Treffpunkt für den 3-tägigen Kongress sein. Das Thema Menschenrechte wird von KuF sehr stark unterstützt, z. B. in der Filmarbeit. Dabei wird auch sehr eng mit dem Menschenrechtsbüro zusammengearbeitet. Hier ist Zusammenarbeit gefragt. Kulturläden machen 50 % der Besucher und Einnahmen aus. Leider werden diese Kulturläden aufgrund der Sparmaßnahmen dauerhaft nicht verschont bleiben. KuF steht Verbesserungsvorschlägen von Privatpersonen offen gegenüber.

StR’in Bungartz (1:39:18) Der Jahreskontrakt 2004 des Amtes für Kultur und Freizeit wird einstimmig beschlossen.

TOP 8

Jahreskontrakt 2004 der Stadtbibliothek

hier: Rückblick auf das vergangene Jahr bzw. Planungen 2004

Frau Homrighausen (1:40:17) Verweist auf die Tischvorlage. In Nürnberg liegt die Problematik an den geringen Öffnungszeiten der Zentralbibliothek, sowie der Anzahl der Stadtteilbibliotheken. Ein Vergleich in Bayern ist sehr schwierig. Die Stadtbibliothek weist als älteste Bibliotheken in kommunaler Trägerschaft herausragende Bestände auf. Aber es gibt, verglichen mit den Großstädten ab 400.000 Einwohnern, ein deutliches Minusniveau. Die Entleihungen in

Nürnberg sind vergleichsweise sehr gut. Die Einführung des neu integrierten DV-Systems hat Verbesserungen gebracht auch für die Stadtteilbibliotheken. Wenn wir es 2009 schaffen für die Zentralbibliothek ein neu saniertes Haus zu bekommen, wird ein Meilenstein wird die Zukunftssicherung erreicht worden sein. (Zusammenlegung von Zentral-, Musikbibliothek und den Beständen der ehemaligen wissenschaftlichen Stadtbibliothek).

StR’in Hölldobler-Schäfer (1:52.41) Dankt für den Bericht sowie das Engagement der Mitarbeiter. Findet die Auftaktveranstaltung „Lesespaß“ sehr gelungen. Der Rückgang der Neuanmeldung nach der Erhöhung der Ausleihgebühr ist schade, dies kommt wohl vom allgemeinen Sparverhalten der Bürger.

StR’in Dr. Prölß-Kammerer (1:56:07) Dankt ebenfalls für den Bericht. Erfreulich ist, dass bei den Veranstaltungen mehr Teilnehmer gezählt werden konnten. Sehr positiv ist der Versuch, in den Stadtteilbibliotheken, spezifische Bestandsprofile zu erarbeiten. Die Sanierung des Luitpoldhauses ist sehr wichtig.

StR Wolff (1:58:59) Dankt den Mitarbeitern/innen. Schließungen von Stadtteilbibliotheken sind die falsche Lösung um das Sparziel zu erreichen. Aufgrund der momentanen finanziellen Situation wird die Zusammenlegung der Bibliotheken bis 2009 nicht realisierbar sein. Dankt Frau Homrighausen für das Engagement.

StR Ulrich (2:03:55) Die Rückgänge der Neuanmeldungen nach der Verleihgebührenerhöhung waren geringer als erwartet. Neueinrichtungen von dezentralen Bibliotheken sind von der Stadt nicht tragbar. Vorstellbar wäre nur eine eventuelle neue Fahrbibliothek.

Frau Homrighausen (2:06:01) In der Bibliothek in Langwasser sind die Neuanmeldungen bei Erwachsenen um 20 % zurückgegangen. Es wird versucht mit den zur Verfügung stehenden Mitteln die Neuanmeldungen wieder zu erhöhen.

StR’in Bungartz (2:07:00) Der Jahreskontrakt 2004 der Stadtbibliothek wird einstimmig beschlossen.

TOP 9

Buchbestand der Stadtbibliothek

hier: Rückblick auf das vergangene Jahr bzw. Planungen 2004

StR’in Bungartz (2:07:36) Der Bericht hat zur Kenntnis gedient.

TOP 11

Jahreskontrakt 2004 des Stadtarchivs

hier: Rückblick auf das vergangene Jahr bzw. Planungen 2004

Frau Fischer-Pache (2:07:58) Verweist auf die Vorlage. Die Aufgaben des Stadtarchivs sind komplex. Der Schwerpunkt liegt bei Publikationen. Die Kernaufgabe ist die Bestandsbildung sowie die Benutzerberatung. Bestände, soweit sie noch in Papierform vorliegen müssen wegen Papierzerfall archiviert werden. Es ist wichtig diese Bestände elektronisch aufzubewahren.

Dazu müssten neue Stellen geschaffen werden, dies ist wegen der Haushaltslage jedoch nicht möglich. Es wird ein EDV-Management-System erstellt, dass Mitarbeiter vom Stadtarchiv bedienen sollen.

StR’in Hölldobler-Schäfer (2:14:51) Dankt für den Bericht. Was ist gemeint mit bevorstehender bzw. geplanter Einstellung des EDV-Systems? Durch das große Engagement der Mitarbeiter konnten die Benutzer- und Leistungsressourcen verbessert werden. Akzente liegen im Bereich der Ausstellungen, sowie Projekten. Wünscht viel Erfolg für das dritte Zeitzeugengespräch.

Dr. Prölß-Kammerer (2:17:08) Dankt für die Bemühungen, die Papierbestände elektronisch erfassen zu wollen. Finanzielle Zusagen können im Kulturausschuss jedoch nicht getroffen werden.

StR Wolff (2:18:57) Dankt dem Stadtarchiv. Gibt es neue Perspektiven betreffend stadtgeschichtlichen Publikationen?

Frau Fischer-Pache (2:21:40) Dankt für das Lob. Die Einführung des EDV-Systems ist bereits geschehen. Der Etat für den Publikationsbereich wird wenig in Anspruch genommen, da die Doktoranten die Druckkostenzuschüsse selbst einbringen müssen und das Stadtarchiv nur einen kleinen Zuschuss bezahlt. So kann erfolgreiche Arbeit mit relativ wenigen Ausgaben geleistet werden.

StR’in Bungartz (2:25:42) Der Jahreskontrakt 2004 des Stadtarchivs wird einstimmig beschlossen.

TOP 12

Jahreskontrakt 2004 der Kunsthalle

hier: Rückblick auf das vergangene Jahr bzw. Planungen 2004

Frau Seifermann (2:26:04) Verweist auf die Vorlage. Es wurden alle Ziele erreicht. Durch den Umbau waren Beeinträchtigungen hinzunehmen. Die Ausstellung „Fucking Trendy“ mit 5.700 Besuchern war sehr erfolgreich. Für den Umbau entstand ein Negativ-Budgetübertrag für 2004 i. H. von 126.000 €. Mit der Kämmerei wurde ein Darlehen in Höhe von 100.000 € vereinbart, das innerhalb von 4 Jahren zurückgezahlt werden muss. Dank H und Kämmerei wurde für die Differenz eine Deckung gefunden, sodass die Kunsthalle nun ein Defizit i. H. von 66.000 € hat. Dementsprechend liegt die jährliche Belastung bei 16.500 €. Die Preiserhöhung für die Seniorenkulturkarte bietet nicht die Gewissheit, dass jährlich Mehreinnahmen i. H. von 20.000 € zu verbuchen sind. Die Ausstellung Niki de Saint Phalle wird teurer werden als geplant.

StR’in Bungartz (2:32:23) Die Ausstellung Niki de Saint Phalle wird sehr viele Besucher anziehen.

StR’in Böhm (2:32:56) Dankt für den Bericht. Die Ausstellung „Fucking Trendy“ hat sehr große Resonanz gefunden (sowohl beim Publikum als auch bei den überregionalen Medien). Sehr positiv sind die gestiegenen Besucherzahlen. Warum hat das H die Kunsthalle nicht vorab über die Mehrkosten informiert?

StR’in Zerweck (2:35:12) Dankt für den Bericht. Stimmt dem Jahreskontrakt zu.

StR Wolff (2:36:53) Dankt ebenfalls für den Bericht.

StR’in Bungartz (2:37:51) Der Jahreskontrakt 2004 der Kunsthalle wird einstimmig beschlossen.

TOP 13

Jahreskontrakt 2004 der Meistersingerhalle

hier: Rückblick auf das vergangene Jahr bzw. Planungen 2004

Herr Frühwirth (2:38:20) Verweist auf die Vorlage. Der Budgetüberschuss 2003 soll für den Kauf eines neuen Konzert-Flügels genutzt werden.

StR’in Regitz (2:40:18) Freut sich, dass der Kauf des Konzert-Flügels möglich ist. Dankt für das Engagement.

StR Würffel (2:41:41) Es ist ärgerlich, dass übertriebene Brandvorschriften bestehen. Dies betrifft alle Veranstaltungsorte und kostet immens viel Geld. Diese Vorschriften sind so sicher nicht gesetzlich geregelt. Die Anschaffung des Konzert-Flügels war notwendig. In der Meistersingerhalle ist eine Generalsanierung erforderlich und angebracht.

StR Bungartz (2:44:27) Bei den Brandschutzmaßnahmen wird manchmal sehr übertrieben.

StR Wolff (2:44:56) Auf die Brandschutzmaßnahmen haben wir keinen Einfluss. Der Investitionsstau bei der Meistersingerhalle soll abgebaut werden. Dankt für den Bericht.

Prof. Dr. Lehner (2:47:50) Die Brandvorschriften müssen eingehalten.

Hr. Frühwirth (2:47:50) Wir sind wegen des Konzert-Flügels auf die Musikhochschule zugegangen. Der Flügel soll im Konzertsaal des Heilig-Geist-Saals stehen. Dieser kann gemietet werden jedoch entstehen hier Probleme mit dem Transport des Instruments. Diese Lösung ist nicht akzeptabel, deshalb muss ein eigener Flügel gekauft werden.

StR’in Bungartz (2:49:10) Der Jahreskontrakt 2004 der Meistersingerhalle wird einstimmig beschlossen.

TOP 14

Niederschrift über die 10. Sitzung des Kulturausschusses vom 21. November 2003

– öffentlicher Teil –

StR’in Bungartz (2:49:22) Die Niederschrift wird einstimmig beschlossen.

Die öffentliche Sitzung endet um 11.52 Uhr.

Die Vorsitzende Die Referentin Die Schriftführerin i. V.

Bungartz Prof. Dr. Lehner Niedermeier

Download ↓