Haushaltssperre

← Sitzung des Werkausschusses Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg (SUN) (24.09.2026)

Erläuterungsbericht

Anlage · 24.09.2026 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Klärwerk 1: Modernisierung der elektrischen Anlagen

E50 - Abwasserfilter

Austausch der Schaltanlagen der Verfahrenstechnik

hier: Erläuterungsbericht zum direkten Objektplan

  1. Sachverhalt und geplantes Vorhaben:

Der Abwasserfilter im Klärwerk 1 wurde in der Zeit von 1993 bis 1995 errichtet. Die Schaltanlagen der Verfahrenstechnik stammen noch aus dieser Zeit, d. h. diese sind mehr als 30 Jahre alt und überschreiten die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bei weitem.

Mittlerweile häufen sich die Ausfälle. Die Schaltanalagen sind außerdem nicht ausreichend mit dem erforderlichen Berührungsschutz ausgestattet, was eine gewisse Gefahr für das Personal darstellt. Die Anforderungen an die Arbeitssicherheit sind somit nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik nicht mehr erfüllt. Die Beschaffung von Ersatzteilen wird immer schwieriger, bzw. ist kaum noch möglich. Es ist daher eine Erneuerung der elektrotechnischen Ausrüstung der Verfahrenstechnik zwingend erforderlich. Schnittstellen sowie Beeinträchtigungen zur laufenden Strukturplanung sind nicht gegeben.

Die MCC-Schaltanlagen (MCC = Motor–Control–Center) sind in zwei Räumen untergebracht. Die Mehrzahl (ca. 90%) der Antriebe sind Schieber-, bzw. Klappenantriebe. Die Antriebe der Schieber und Klappen stammen aus dem Jahr 1993 und sind auf die zu der Zeit vorgesehene Nennspannung von 220 / 380V ausgelegt. Die Antriebe werden gegen sogenannte Aumatikantriebe getauscht. Aumatikantriebe sind Antriebseinheiten, welche Steuerung und Vorortbedienung im Schieberkopf integriert haben. Dadurch entfallen die notwendigen MCC-Einschübe und Vorortkästen, welche zur Ansteuerung der bisherigen Schieber benötigt werden. Der Investitionsaufwand ist geringer als der 1:1-Austausch der bisherigen Technik. Ein weiterer Vorteil liegt in der Einsparung des Raumbedarfs und in dem damit in Verbindung stehenden einfacheren und kostengünstigeren Austausch / Erneuerung. Bei einem 1:1-Austausch müssten die neuen Schaltanlagen im gleichen Raum in denen die alten Schaltanlagen stehen errichtet werden, was nur mit mehreren Provisorien zu realisieren wäre.

In Bezug auf die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) ist das vorhandene Kabel- und Leitungssystem (TN-C, TN-C-S) komplett gegen ein 5-pol. Leitungsnetz (TN-S) zu ersetzen.

Vorhandene Kabelverlegsysteme werden wenn möglich weiterhin genutzt.

Abbildung 1

Abbildung 2

Abbildung 3

Fehlender Berührungsschutz! Schaltanlage 1 Alte Vorortkästen Offene Spannungsführende Teile. Baujahr 1993 aus GFK

Schaltanlage 2 Baujahr 1993

  1. Kosten:

Die Gesamtkosten für die geplante Maßnahme belaufen sich für die Hauptgewerke, auf folgende Bruttokosten:

  1. Eigenleistung 220.570,00 EUR 2. Planung 150.000,00 EUR 3. Elektrotechnik 1.586.000,00 EUR 4. Maschinentechnik 1.615.000,00 EUR 5. Leittechnik 510.900,00 EUR 6. Nebenkosten (ca. 10 % aus Pkt. 3, 4 und 5) 371.190,00 EUR

Gesamtsumme: 4.453.660,00 EUR

3. Kostenanschlag

Der Kostenanschlag ergibt sich wie folgt und wurde im Projektmodul angelegt:

Auftrags- Einh. Preis Gesamtpreis

Beschreibung Menge

nummer [EUR] [EUR]

Eigenleistung S-2/E Eigenleistung S-2/L Eigenleistung S-2/M Planung Schaltanlagen (extern) Planung Elektroinstallation (extern) Planung Leittechnik (extern) Planung Messtechnik (extern) Schaltanlagen Elektroinstallation Messtechnik Aumatikschieber Montage Aumatikschieber Prozessleitsystem Hardware Prozessleitsystem Projektierung Sonstiges, LV-Kosten, Druck, etc. Nebenkosten 1040 535 150 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 135,00 112,00 135,00 20.000,00 30.000,00 90.000,00 10.000,00 801.000,00 685.000,00 100,000,00 1.275.000,00 340.000,00 60.700,00 450.200,00 10.000,00 361.190,00

ATI-006203 140.400,00

ATI-006203 59.920,00

ATI-006203 20.250,00

ATI-006772 20.000,00

ATI-007283 30.000,00

ATI-007284 90.000,00

ATI-007285 10.000,00

ATI-006773 801.000,00

ATI-007286 685.000,00

ATI-007287 100,000,00

ATI-006771 1.275.000,00

ATI-007288 340.000,00

ATI-007289 60.700,00 ATI- 450.200,00 0072890 ATI-007291 10.000,00

ATI-007292 361.190,00

Objektplansumme 4.453.660,00

4. Daten der Maßnahme

Projektnummer: I185.003 Geplante Bauzeit: Juni 2027 bis Dezember 2029 Kostenanschlagssumme: 4.453.660,00 EUR Geplante Finanzierung: (siehe nachfolgende Tabelle)

Jahr Geplante Mittel Erwarteter Mittelbedarf

250.000,00 EUR

1.500.000,00 EUR

1.100.000,00 EUR

0,00 EUR

2026 80.000,00 EUR 2027 1.576.000,00 EUR 2028 1.462.000,00 EUR 2029 1.335.660,00 EUR

Gesamt 4.453.660,00 EUR

Die Wirtschaftspläne der Folgejahre werden entsprechend angepasst.

Personal- und Sachkosten 4.453.660,00 €

Abschreibungsdauer 10 Jahre

Abschreibung pro Jahr: 445.366,00 €/a

kalkulatorische Zinsen auf 50 % der Gesamtkosten 4,50% x 2.226.830,00 € = 100.207,35 €/a

Gesamt : 545.573,35 €/a

Gerundet : 545.600,00 €/a

Für die elektrotechnischen Anlagen wird eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (Abschreibungsdauer) von 10 Jahren zugrunde gelegt.

Die Anlagen sind nahezu wartungsfrei.

Bei Baumaßnahmen mit mehr als 12 Monaten, fallen neben den genannten Folgekosten auch Bauzeitzinsen an. Diese finden keinen Eingang in die Kostenschätzung des Objektplans und dienen nur der Information. Gemäß Werkleiterverfügung D-04 ist für die Bauzeitzinsen ein kalkulatorischer Zinssatz von 4,50 % anzusetzen, was bei vorliegender Maßnahme einen Wert von 200.414,70 EUR ausmacht.

Nürnberg, den 03.08.2026 Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg Abwasserreinigung Elektrotechnik i.A.

gez. Lindner (56 86)

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